Aus den tausenden Pralinen-Variationen haben sich einige als Klassiker herauskristallisiert. Dazu zählt man unter anderem (von A-Z):

Pralinen Klassiker - Trüffel

Ingwerstäbchen

Es gibt viele Pralinenarten, die mit Früchten oder Gewürzen aromatisiert werden. Beliebt sind vor allem Ingwer, aber auch Minze, Citrus-Früchte und andere. Den fertigen Massen gibt man oft auffällige Formen. Die Schokolade dient meist nur der Ummantelung der Ganache.

Krokant-Pralinen

Krokant ist eine knusprig feste Masse aus karamellisierten Zucker, Mandeln und/oder Nüssen. Der Name leitet sich vom französischen Begriff „croquant“ ab, was soviel wie Knuspergebäck bedeutet. Zunächst wir Zucker karamellisiert, in diese warme Masse rührt man dann gehackte Mandeln oder Nüsse. Die Masse walzt man dann zu einer Platte aus, der dann als Boden für die Pralinen verwendet werden kann. Man kann die Masse auch als gestoßener Krokant bei der Pralinenherstellung verwenden.

Mandelsplitter

Gestiftete Mandeln mit Kuvertüre überzogen. Die Mandeln werden unter mehrmaligen Wenden geröstet, zu einem kleinen Berg aufgetürmt und mit warmer Kuvertüre übergossen. Nach dem Erhärten der Schokolade haben sich Mandeln und Kuvertüre zu einer Einheit verbunden.

Marzipan-Pralinen

Im eigentlichen Sinne handelt es sich nicht um Pralinen, da die Schokolade nur zur Ummantelung des Marzipans verwendet wird. Laut europäischem Gesetz muss eine Praline mindestens 25% Schokolade enthalten. Marzipan besteht aus Mandeln, Rosenwasser, Bittermandelöl und Puderzucker. Als beliebte Variante gibt es gibt es Pistazien-Marzipan Pralinen. Hierin sind zusätzlich geriebene Pistazien und Likör, z.B. Maraschino, enthalten.

Nuss-Nougat-Pralinen

Nüsse, von der Haselnuss bis zur Walnuss zählen zu den wichtigsten Zutaten in der Pralinenfertigung. In der Regel werden die Nüsse gemahlen, gehackt oder in ganzen Stücken verarbeitet. Die beliebten Nougat-Pralinen werden mit geriebenen, gerösteten Haselnüssen hergestellt. Zudem gibt es länderspezifische Variationen, wie dem spanischen Turrón, dem italienischen Gianduia oder dem französischen Montélimar-Nougat.

Rumkugeln

Rumkugeln werden aus einer Buttertrüffel-Ganache unter Zusatz von Rum hergestellt. Die Pralinenmasse wird mit dunkler Kuvertüre überzogen und anschließend mit Schokostreuseln bedeckt.

Weinbrand-Bohnen

Eine Besonderheit der Weinbrand-Bohnen ist, dass der Alkohol nicht in die Ganache eingearbeitet wird (wie z.b. bei den Rumkugeln), sondern dass der Alkohol in einen geschlossenen Schokoladenholkörper gespritzt wird. Er bleibt also in seiner flüssigen Form erhalten. Mittlerweile gibt es ein breites Spektrum an mit flüssigem Alkohol gefüllten Pralinen. Neben Weinbrand wird häufig auch Cognac, Wisky, Obstgeist oder Grappa verwendet.

Als Erfinder der Weinbrandbohne gilt Hugo Asbach. In den 20er Jahren galt es für Frauen als Unschick, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Daher umhüllte er seinen Asbach Uralt einfach mit Schokolade.